Was wir vergessen | Social Media VS Realität

Was wir vergessen | Social Media VS Realität

Was für ein wunderschöner, strahlender Mittwochmorgen, an dem ich in meinem Home-Office wieder ein paar Zeilen für euch verfassen darf.

Habe ich schon erwähnt, dass mir Schreiben wirklich Spaß macht?

Es ist mir ein Anliegen, heute ein bisschen mit euch über die verlorene Realität, bzw. die verschobene Realität in der wir leben, zu sprechen.

Seit längerer Zeit arbeite ich mit Social Media Plattformen und es ist wirklich Teil meines Alltags geworden… und ich liebe es. Ich liebe es, schöne Bilder zu machen, zu schreiben, Videos zu drehen.

Es scheint mir aber, dass wir alle vergessen haben, dass Social Media NUR ein TEIL unserer Welt, ein TEIL unseres Alltags ist, …. NICHT DIE NEUE REALITÄT.

Es kommt mir so vor, als würde sich unsere Generation, unser Alter, nur noch dadurch definieren, wer am meisten Follower hat, am meisten Likes, und in diesen Profilen am schönsten angezogen ist  und die teuersten Klamotten trägt, … oder am meisten durch die Welt reist.

Ihr habt eines vergessen: Auch vor 50 Jahren gab es schon Fotoalben, und auch in diese wurden keine anderen als die schönen Bilder geklebt. Auch vor 20 Jahren wurden schon Videos von Urlauben gemacht… und auch da wurden keine schlechten Momente festgehalten.

Es muss uns bewusst sein, dass das, was wir sehen, EIN BRUCHTEIL DESSEN IST, was eigentlich in einem Menschen vorgeht, was ein Mensch eigentlich WIRKLICH hat.

Ich versuche seit langem mich darauf zu konzentrieren: Was gibt mir ein Mensch für ein Gefühl, wenn ich sein Profil besuche? Fühle ich mich wohl, wenn ich mir dessen Videos oder Bilder ansehe? Und vor allem: Was gibt mir dieser Mensch für ein Gefühl, wenn ich Face to Face mit ihm spreche? Die oft erschreckende Erkenntnis ist, dass man ein komplett anderes Bild in der virtuellen Welt vermittelt bekommt, als das, was man dann wirklich sieht.

QUELLE https://t4.ftcdn.net/jpg/00/29/10/97/240_F_29109756_tlrWfUYEXQYEnS898IeelT4ZnLWF7N6q.jpg

Versucht mal auf eure innere Stimme zu hören: Wenn ihr von Instagram, YouTube oder Facebook wegklickt, geht es euch danach besser, oder eher schlechter? Fühlt ihr euch wertvoll, oder wertlos?

Ich will das Phänomen Social Media nicht schlecht machen, denn ich LIEBE es heiß. Aber ich glaube wir müssen, dadurch dass es unerwartete Zustände annimmt verstehen, dass wir einen Menschen nicht kennen, nur weil wir seine Bilder sehen.

Ich will weiterhin mit Social Media arbeiten, aber ich bitte euch zumindest für meine Profile eines ganz klar für euch mitzunehmen: Ich zeige euch nicht ALLES aus meinem Leben, und ich will es auch nicht. Ich zeige euch nicht, wenn ich schlechte Tage habe, weil das keiner von uns tut. Ich will auch nicht mehr “Realität” auf Instagram, weil Instagram eine Plattform für schöne Bilder ist. Dass ich authentisch bin, das soll so sein, und deshalb bin ich nicht immer nur wunderschön, sondern auch mal ungeschminkt.

Aber ich will nicht, dass mich jemand direkt nach dem aufstehen sieht. Das ist MEINE ZEIT, die nur mir gehört. Versteht ihr was ich meine? Instagram wurde nicht dazu gemacht, das häßlichste Bild zu küren, sondern seine schönen Seiten zu zeigen. Und so müssen wir auch wieder anfangen es zu sehen – es ist kein Tagebuch, kein echtes Tagebuch, das im Nachtkästchen liegt und wo man alles aufschreibt, was einen beschäftigt. ES IST DER BRUCHTEIL EINES LEBENS.

Ihr müsst euch nicht vergleichen. Ihr sollt euch Inspirationen holen, euch motivieren lassen und die Kreativität von anderen bewundern dürfen. Aber ihr sollt nicht so wie sie sein… denn die Menschen, die ihr euch aus Instagram zusammenreimt, sind nicht real.

 

BIS NÄCHSTEN MITTWOCH, meine Schätze!

Keep your Heads & Crowns up high!

No Comments

Sorry, the comment form is closed at this time.